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Altar

Altaraufbau in der henochischen Magie

        Der Altar der Engelsmagie ist kubisch und sollte wie auch alle anderen Fassungen und Schutzkästchen aus Lorbeerholz gefertigt werden. Die Kantenlänge des würfelförmigen Altars beträgt 36 englische Zoll. Auf der Oberfläche des Altares befinden sich bei der henochischen Arbeit neben den verschiedenen Utensilien wie dem Sigillum Dei Æmeth und der Kristallkugel auch die sieben Banner der Schöpfung, die entweder aus gereinigtem Zinn auf dem Altar liegen, oder wie Dee es ausführte, direkt in das Design des Altares integriert auf die Oberfläche gemalt werden. Jede Seite des Altarrandes enthält 21 henochische Zeichen, die Kanten sind mit dem Symbol für "b" ausgezeichnet. Die Schriftzeichen werden - wie es beim Henochischen üblich ist - von rechts nach links gelesen und werden aus den sieben Zeichen langen Namen der Könige und Prinzen der Heptarchia Mystica gefertigt, wobei der Anfangsbuchstabe "b" in dieser Operation fortgelassen wird. Offensichtlich wurde dieser Anfangsbuchstabe bewußt in der Kante verwendet.

Im "Treatise on Angel Magic" von Dr. Rudd werden folgende Zuordnungen beschrieben:

  • Die östliche Seite (auf dem Altar die linke Seite) den beiden planetaren Bannern des Merkurs und der Venus zugeordnet, die von den Engeln Uriel und Gabriel beherrscht werden (und bei den dunklen Geistern Amaymon und Egyn oder auch Azazel und Mahazael). Uriel (oder Nariel) herrscht allerdings auch über den Südwind und Gabriel über den Nordwind.

    Die westliche Seite (das ist auf dem Bild die rechte Seite) den Bannern des Jupiter und des Saturn, die wieder von Uriel und Gabriel regiert werden.

    Die nördliche Seite den Bannern der Sonne und des Mars und dem Einfluß des Engel Raphael (bei den dunklen Geistern Paymon oder Azael) der auch über den Westwind herrscht.

    Die südliche Seite dem Mondbanner und dem Einfluß des Engel Michael (bei den dunklen Geistern Uricus oder Samael), der auch den Ostwind beherrscht.
  •         Es mag ein wenig verwirrend vorkommen, daß die Engel einerseits über eine Region des Altars herrschen, aber andererseits einen Querbezug auf die anderen Regionen in Form der Beherrschung des Windes besitzen. Der Grund liegt darin, daß die Regionen des Altares nicht zu verwechseln sind mit den Quadranten der großen Tafel. Das Design der Altaroberfläche ist bei Rudd auch verdreht und die einzelnen Banner werden anders um das Zentrum angeordnet, als es bei John Dee der Fall war.

            Die einzelnen planetaren Banner besitzen einen direkten Zusammenhang mit den Engeln des Shemhamphorasch und den goetischen Dämonen, die den genannten Engeln unterstehen. Eine typisch henochische Lesart dieser Kanten wäre dann ein Name für die jeweilige Himmelsrichtung, der mit "b" beginnt. Dabei ist es interessant zu erkennen, daß die mystische Heptarchie bei der Erstellung des Altars von großer Bedeutung ist und damit auch für die Engelsmagie als solches. Das kleine Quadrat in der Mitte des Altars besteht aus vier mal drei Buchstaben, die aus derselben Tafel der Könige und Prinzen generiert wird.
  •  

1. König

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1. Prinz

2. König

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2. Prinz

3. König

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3. Prinz

4. König

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4. Prinz

5. König

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5. Prinz

6. König

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6. Prinz

7. König

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7. Prinz



        Die Altaroberfläche, wie sie von den Engeln angegeben wurde, ist bei Meric Causaubons Ausgabe als Titelseite abgedruckt worden. Eine interessante Variante davon findet sich bei Dr. Rudd in der eine Zusammenführung der klassischen Engelsanrufungen mit dem henochischen System sichtbar wird.

        Die henochische Schrift sollte in gelber Ölfarbe gemalt werden. Der Altar sollte idealerweise auf einem roten Seidenteppich mit 72 englischen Zoll Kantenlänge stehen, die vier kleineren Sigillen, die ebenso durch Lorbeerholz eingefaßt geschützt sind, befinden sich unter den Tischbeinen des Altars. Der Altar selbst wird von einem schlichten weißen Leinentuch bedeckt. Auf dieses Leinentuch wird das Sigillum Dei Æmeth und die sieben Zinnbanner gelegt. Auf das Wachssiegel und die sieben Zinnbanner wird ein grün/rotes Seidentuch mit Kordeln gelegt. Der Stein der Engel befindet sich dann auf dem grün/roten Tuch. Allerdings hielt sich selbst John Dee nicht buchstabengetreu an die Anweisungen. Meine eigene Lösung ist da ebenso unkonventionell: Ich habe das Hexagramm mit den henochischen Zeichen und Quadraten schlicht auf dem Boden installiert, groß genug, um darin stehen zu können. Das Design der Altaroberfläche besitzt übrigens auch eine Parallele im "Ars Almadel", einem Text des Lemegetons.

 

        Wie in den planetaren Bannern und den geomantischen Zuordnungen der henochischen Schrift kann in der Variante des Altardesigns von Dr. Rudd deutlich die direkte Einbindung der henochischen Engelsmagie in die klassische Engelsmagie gesehen werden. Die Erweiterungen, die Dr. Rudd einführte, weisen auch daraufhin, daß das System der henochischen Magie durchaus individuell interpretiert und erweitert wurde. Ich bin fast versucht, insgesamt von drei Varianten der henochischen Magie zu sprechen: Der ersten und ursprünglichen Fassung, wie sie von John Dee aufgezeichnet wurde, Dr. Rudds Version und die des Golden Dawn als modernste Spielart. Die astrologischen Symbole der sieben Himmelskörper wurden von mir aus ästhetischen Gründen als Platzhalter für die entsprechenden planetaren Banner Dr. Rudds eingefügt. So wird beispielsweise anstelle des Mondsymbols Dr. Rudds Mondbanner plaziert. Es dauerte ungefähr vier Wochen, das Altarbild so zu rekonstruieren, daß alle Namen an der richtigen Stelle und korrekt geschrieben erscheinen. Um dieses aufwendige Altarbild vergrößert zu betrachten, klicken Sie drauf.

 

        Interessant ist es, die Zuordnungen Dr. Rudds zu betrachten. So werden die henochischen Zeichen der südlichen Seite Meridies dem ersten Banner Rudds zugeordnet, die der nördlichen Seite Septentrio ist dem vierten und dem fünften Banner zugewiesen, die der östlichen Seite Oriens dem zweiten und dem dritten Banner und die der westlichen Seite Occidens dem sechsten und siebten Banner. Dem kontrastierend regiert Michael im südlichen Bereich und hat einen Bezug zur ersten Tafel, ebenso wie es die henochischen Zeichen dieser Seite. Im östlichen Bereich regieren Gabriel und Uriel, die einen Bezug zum zweiten und dritten Banner besitzen. Sowohl zum östlichen als auch zum westlichen Bereich haben das vierte und das fünfte Banner einen Bezug, der Westen wird ebenso von Gabriel und Uriel gemeinsam beherrscht. Der nördliche Bereich hat Bezug zu dem sechsten und siebten Banner, regiert wird dieser Bereich von Raphael. Die hebräisch geschriebenen Engelsnamen dieser Regenten erscheinen in den vier Richtungen gerade über den henochischen Schriftzeichen und den lateinischen Namen der Himmelsrichtungen.

 

Windrichtung
in Latein

Banner der
henochischen Leiste

Banner der
regierenden Engel

Regierender
Engel

Dunkler
Engel

Engel
des Elements

Meridies

1.

1.

Michael

Amaymon

Seraph
(Feuer)

Septentrio

4. & 5.

6. & 7.

Raphael

Egyn

Cherub
(Luft)

Occidens

6. & 7.

4. & 5.

Uriel

Paymon

Ariel
(Erde)

Oriens

2. & 3.

2. & 3.

Gabriel

Uricus

Tharsis
(Wasser)

   
    Die im Folgenden erscheinenden Buchstabenfolgen in Anführungszeichen ist die hebräische Schreibweise des jeweiligen Namens. Ayin = O, der Rest der Transliteration ist offensichtlich. Im innersten der konzentrischen Kreise stehen im Süden der Name des Engels des Feuerelements: Seraph = "ShRPh", im Norden der Name des Engels des Luftelements: Cherub = "ChRVB". Im Osten steht der Name des Engels des Wasserelements: Tharsis = "ThRShISh" und im Westen der Name des Engels des Erdelements: Ariel = "ARIAL".

        Im zweiten inneren Kreis stehen von der südlichen Seite (Meridiens) aus im Uhrzeigersinn folgende Engelsnamen geschrieben, die die 28 Häuser des Mondes regieren. Der erste steht ganz oben neben dem Kreuz: Geniel = "GNAL", Enediel = "ANDAL", Amixiel = "AMZAL", Azariel = "AZRAL", Gabiel = "GBAL", Dirachiel = "DRChAL", Scheliel = "SHLAL", Amnediel = "AMNDAL", Barbiel = "BRBAL", Ardesiel = "ARDZAL", Neciel = "NCIAL", Abduxuel = "ABDZZAL", Jazeriel = "IAZRAL", Ergediel = "ARGDAL", Ataliel = "ATLAL", Azeruel = "AZRVAL", Adriel = "ADRAL" (Im Manuskript fehlt dieser Name), Egibiel = "AGBAL", Amutiel = "AMVTAL", Kiriel = "QIRAL", Bethnael = "BTHNAL", Geliel = "GLIAL", Requiel = "RTQIAL", Abrinael = "ABRINAL", Aziel = "AZIAL", Tagriel = "TGRAL", Alhoniel = "ALHNAL", Amnixiel = "AMNZAL".

        Im dritten Kreis von innen stehen die zwölf den Tierkreiszeichen vorstehenden Engel. Die Aufzählung beginnt wieder ganz oben neben dem Kreuz im Uhrzeigersinn: Malchidael = "MLKDIAL", Asmodel = "ASMVDAL", Ambriel = "AMBRIAL", Muriel = "MVRIAL", Verchiel = "VRKIAL", Hamaliel = "HMLIAL", Zuriel = "ZVRIAL", Barbiel = "BRBIAL", Advachiel = "ADVKIAL", Hanael = "HNAL", Gabiel = "GABIAL", Barchiel = "BARKIAL" (Im Manuskript fehlt dieser Engel).

        Im inneren der beiden äußeren Kreise herrscht im Manuskript ein großes Durcheinander. In diesem Kreis stehen die zehn Sephiroth, die dazugehörigen Gottesnamen in Atziluth, die Engelsordnungen in Yetzirah, die Erzengel in Briah und die Himmel Assiahs. Damit sind alle vier kabbalistischen Welten in diesem Kreis vertreten. Ich korrigierte die Reihenfolge und die Schreibweise der Namen: vom Kreuz aus im Uhrzeigersinn stehen also die Namen: Eheieh = "AHIH", Kether = "KThR", Chaioth ha-Qadosh = "HIVTh HQDSh", Metatron = "MTTRVN", Rashith ha-Gilgalim = "RAShITh HGLGLIM", Yah = "IH", Chokmah = "ChKMH", Auphanim = "AVPNIM", Ratziel = "RTzIAL" (Dieser Engel fehlt im Manuskript), Mazloth = "MZLVTh", Yahwe Elohim = "IHVH ALHIM", Binah = "BINH", Aralim = "ARALIM", Tzaphkiel = "TzPQIAL", Shabbathai = "ShBThAI", El ="AL", Chesed = "ChSD", Tzadqiel = "TzDQIAL", Chashmalim = "ChShMLIM" (Diese Engelsordnung fehlt im Manuskript), Tzedeq = "TzDQ", Elohim Gibor = "ALHIM GBVR", Geburah = "GBVRH", Kamael = "KMAL", Seraphim = "ShRPIM", Madim = "MADIM", Yahweh Eloah Va-Daath = "IHVH ALVH VDOTh" (Im Manuskript wird dieser Gottesname mit "ALVH" abgekürzt), Tiphareth = "ThPARTh", Michael = "MIKAL", Malachim = "MLKIM", Shemesh = "ShMSh", Yahweh Tzabaoth = "IHVH TzBAVTh", Hod = "HVD", Beni Elohim = "BNI ALHIM", Raphael = "RPAL", Kokab = "KVKB", Shaddai El Chai = "ShDI AL ChI" (Im Manuskript wird dieser Gottesname mit "ShDI" abgekürzt), Yesod = "ISVD", Cherubim = "KRBIM", Gabriel = "GBRIAL", Levanah = "LBNH", Adonai Melek = "ADNI MLK", Malkuth = "MLKVTh", Ishim = "AShIM", Sandalphon = "SNDLPVN" (Im Manuskript steht dort der analoge Begriff "Die Seele des Messias" — allerdings in einer schauderhaften Schreibweise und nicht zusammenhängend), Cholem Yesodoth = "ChLM ISVDVTh".

        Der äußerste Kreis beinhaltet die Namen der 72 Genien des Schemhamphorasch. Auch hier hatte Dr. Rudd in der Zeichnung selbst keinen Platz, alle Namen einzutragen. Die rechte Spalte enthält die zu ergänzenden Namen. Vehuiah = "VHVIH", Yeliel = "ILIAL", Sitael = "SIThAL", Elemiah = "OLMIH", Mahasiah = "MHShIH", Lelahel = "LLHAL", Achaiah = "AKAIH", Kahetel = "KHThAL", Aziel = "HZIAL", Aladiah = "ALDIH", Lauviah = "LAVIH", Hahaiah = "HHOIH", Yezalel = "IZLAL", Mebahel = "MBHAL", Hariel = "HRIAL", Hakamiah = "HQMIH", Lauviah = "LAVIH", Kaliel = "KLIAL", Leuviah = "LVVIH", Pahaliah = "PHLIH", Nelekael = "NLKAL", Yeiael = "IIIIL", Melahel = "MLHAL", Hahuiah = "HHVIH", Nith-haiah = "NThHIH", Haaiah = "HAAAIH", Yerathel = "IRThAL", Seeiah = "ShAHIH", Reiyel = "RIIIL", Omael = "AVMAL", Lecabel = "LKBAL", Vasariah = "VShRIH", Yehuiah = "IHVIH", Lehahiah = "LHHIH", Chevakiah = "KVQIH", Menadel = "MNDAL", Aniel = "ANIAL", Haamiah = "HOMIH", Rehael = "RHOAL", Yeiazel = "IIZAL", Hahahel = "HHHAL", Mikael = "MIKAL", Vevaliah = "VVLIH", Yelahiah = "ILHIH", Sealiah = "SALIH", Ariel = "ORIAL", Asaliah = "OShLIH", Michael = "MIHAL", Vehuel = "VHVAL", Daniel = "DNIAL", Hahasiah = "HHShIH", Emamiah = "OMMIH", Nanael = "NNAAL", Nithael = "NIThAL", Mebaiah = "MBHIH", Poiel = "PVIAL", Nemmamiah = "NMMIH", Yeialel = "IILAL", Harachel = "HRChAL", Mitzrael = "MTzRAL", Umabel = "VMBAL", Yahehel = "IHHAL", Anuiel = "ONVAL", Mechiel = "MChIAL", Damabiah = "DMBIH", Manakel = "MNQAL", Eiael = "AIOAL", Chabuiah = "ChBVIH", Rachel = "RAChAL", Yabamiah = "IBMIH", Haiel = "HIIAL", Mumiah = "MVMIH".

        Von links gelesen, ergeben die griechischen Buchstaben, die in den beiden oberen Pentagrammen stehen folgendes Wort: Al-pha. Die griechischen Zeichen in den beiden unteren Pentagrammen ergeben: Ome-ga.

 

 

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