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Das Sigillum Dei Æmeth

        Das Sigillum Æmeth oder wie es von den Engeln genannt wurde: Sigillum Dei, ist meiner Meinung nach eines der schönsten und kompliziertesten Sigillen in der zeremoniellen Magie. Æmeth wird wie "emeth" ausgesprochen und bedeutet "Wahrheit". So ist eine Übersetzung des vollen heute gebräuchlichen Namen: Das Siegel der Wahrheit Gottes. Das Sigillum Dei ist bereits in einer frühen Form in mehreren Werken der alten Engelsmagie überliefert worden. Die älteste Form davon entstammt dem Liber Juratus, dem Buch des Eides. Das Sigillum wird aus Wachs angefertigt und auf dem Altar plaziert. Die exakten Maße sind neun englische Zoll im Durchmesser und zwischen einem Zoll und einem dreiviertel Zoll dick. Der äußere Ring des Sigillums besteht aus vierzig Kammern mit Zeichen und Zahlen darin. In der Vision erschienen Kelley vierzig verschiedene Engel mit weißen Seidenroben, die ihre Roben einzeln öffneten und dadurch entweder eine Zahl und einen Buchstaben oder nur einen Buchstaben enthüllten. Dee begann oben und schrieb die Zeichen im Uhrzeigersinn. Innerhalb des äußeren Rings zeichnete Dee zwei Heptagramme, ein konzentrisches Heptagon, ein überschneidendes Heptagramm, zwei kleinere Heptagone innerhalb des Heptagramms und im inneren ein Pentagramm. Das große Heptagon wurde in 49 Zellen aufgeteilt und mit Buchstaben ausgefüllt. Die letzte Zelle blieb dem Kreuz vorbehalten und damit leer. Damit ist eine Korrespondenz mit den 49 Toren oder Rufen deutlich, von denen ebenso nur 48 eröffnet werden können. Die Buchstaben in diesem Heptagon können aus einem Quadrat entwickelt werden, das Kelley am 20. März 1582 diktierte.

 

Z

l

l

R

H

i

a

a

Z

C

a

a

c

b

p

a

u

p

n

h

r

h

d

m

h

i

a

i

k

k

a

a

e

e

e

i

i

e

e

l

l

l

e

e

l

l

M

G

+

       
Das Quadrat beinhaltet die sieben kabbalistischen Engel der Planetenkräfte, die in Agrippas Werken veröffentlicht wurden, und zu die Kelley bei John Dee Zugang hatte: Zaphkiel, Zadkiel, Cumael, Raphael, Haniel, Michael und Gabriel. Die Engelsnamen stehen im Quadrat von links oben senkrecht nach unten geschrieben, während die sieben Namen Gottes für das Sigillum von links nach rechts gelesen werden. Ein weiteres dieser Quadrate, deren Inhalt bei Agrippa wiedergefunden werden kann und auf einer anderen Liste planetarer Engelsnamen basiert ist das folgende, welches als Konstruktionsgrundlage für die Namen in den Zwischenräumen des Heptagons mit dem ersten Heptagramms verwendet wurde.

 

S

A

A

21/8

E

M

E8

B

T

Z

K

A

S

E30

H

E

I

D

E

N

E

D

E

I

M

O

L30

A

I26

M

E

G

C

B

E

I

L

A

O

I 21/8

V

N

I

H

R

L

A

A

L 21/8

        Die Namen der Engel sind diesesmal etwas anders in diesem Quadrat gelistet und lauten: Sabathiel, Zedekiel, Madimiel, Semeliel, Nogahel, Cochabiel, Levanael. Die Namen werden diagonal vom linken oberen Eck gelesen: S - AB - ATH - 21/8ZED - EKIEI26 usw. Die Namen der sieben Söhne des Lichtes werden von unten links diagonal gelesen: I, Ih, Ilr, dmal, heeoa, beigia, stimcvl. Sie unterstehen Hagonel. Die Söhne der Söhne des Lichts lassen sich vom unteren rechten Eck aus extrahieren: E, an, ave, liba, rocle, hagone, ilemese. Um die Namen der Töchter des Lichts zu erhalten, liest man vom oberen rechten Eck diagonal: e, me, ese, 21/8ana, akele, azdobn. stimcvl. Die Namen der Töchter der Töchter des Lichts liest man vom oberen linken Eck diagonal nach unten: s, ab, ath, 21/8zed, ekiei, madimi, esemeli. Einige Kürzungen wurden durchgeführt, damit die Namen in das Quadrat hineinpassten: Der Bruch 21/8 steht für E, L oder El, I und Iel. Die 8 impliziert ein L, ähnlich wie 26 und 30. Die Regenten des Himmels stehen im und um das innere Pentagramm herum angeordnet: Zabath(iel), Zedekiel, Madimiel, Semeliel, Nogahel, Corabiel, Levanael. Auf der Rückseite des Sigillums befindet sich - nach den Maßgaben des Engels Uriel - ein großes Kreuz mit einem kabbalistischen Namen Gottes: AGL ("Ateh Gebor Le-Olahm Amen"). Vier weitere, kleinere Wachssiegel wurden in hölzernen, runden Behältern unter den Tischbeinen des Altars deponiert.

 

Das Sigillum Dei Æmeth - Vorderseite © by  Clay Holden

 

Das Sigillum Dei Æmeth - Rückseite

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